| Wichtiger Tag für regionale Energiepolitik: Die ersten Elektroautos rollen durch Simbach. |
| Aktuelles | |
| Dienstag, den 09. August 2011 um 15:52 Uhr | |
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SIMBACH. Dieser 22. März 2011 wird in einigen Jahren sicherlich als ein energiepolitischer denkwürdiger Tag für unsere Region bezeichnet werden: Denn an diesem Tag begann die Elektromobilität auch in Simbach. In kleiner, festlicher Runde starteten Eduard Kainzelsperger, Mitsubishi-Händler in Kirchdorf, und Karl-Maria Frixeder, Geschäftsführer der In(n) Energie GmbH, das Projekt „Elektromobilität“. Beide Unternehmer sehen damit den Beginn eines langen Prozesses, „der schlussendlich das Ende des heutigen Verbrennungsmotors bringen wird.“ Dies belegen auch aktuelle Marktstudien, die heute schon den jährlichen Bedarf an Elektrofahrzeugen allein in Europa mit 100.000 Stück beziffern. Den Hintergrund dieser Entwicklung begründet Herr Frixeder mit zwei wesentlichen Aspekten: „Der Trend zur Elektromobilität wird durch die CO2-Regulierung und die Problematik, dass Strom wegen der regenerativen Stromerzeugungsquellen dezentral gespeichert werden muss, getrieben. Bei einer sehr strengen Regulierung dürfen Pkw bis zum Jahr 2050 nur noch bis zu 10 g CO2/km. Aber auch bei einem milderen Grenzwert von 40 g CO2/km ist sicher, dass das Elektroauto kommt.“ Dass bis dahin noch viele rechtliche und technische Hürden gemeistert werden müssen, ließ Herr Frixeder aber nicht unerwähnt. Einer der ganz großen Herausforderung: derzeit wird nach einer weltweit einheitlichen technischen Norm für Schnell-Ladestationen gerungen. Mit diesen Geräten ist das Laden der Elektrofahrzeuge innerhalb von ca. 25 Minuten möglich. Der eigentliche Markt für Elektromobilität liegt aber ohnehin im Beladen zu Hause. 50 bis 80 Prozent der E-Auto-Nutzer verfügen nämlich über eine eigene Garage oder einen Stellplatz, an dem sie ihr Fahrzeug über Nacht an den Ladestecker anschließen und aufladen können. Die nächtliche Ladeleistung deckt bei weitem den täglichen Energiebedarf des Fahrzeugs. Dazu Herr Kainzelsperger „Einmal aufgeladen kann man mit dem Elektroauto ca. 150 Kilometer zurücklegen. Das ist speziell im städtischen Bereich mehr als ausreichend, da bei 60 % aller Autofahrten weniger als 60 Kilometer zurückgelegt werden.“ Und eines hat Herr Kainzelsperger bei seinen Kunden festgestellt: „Nach einer Probefahrt steigen alle mit einem breiten grinsen aus, weil das Fahren mit Elektroautos wirklich Spaß macht.“ Die ersten zwei von der In(n) Energie angekauften Elektroautos werden firmenintern, aber auch für Kunden und Interessenten für eine Probefahrt bereitgesellt (Anmeldung unter Tel. 08571-9112-0, Herr ?). Und auch die nächsten konkreten Maßnahmen seitens der In(n) Energie konnte Geschäftsführer Frixeder bereits nennen: „Auf unserem Firmenparkplatz werden derzeit solarbetriebene Ladestationen für Elektroautos errichtet. Und noch vor diesem Sommer werden wir im Stadtgebiet von Simbach mehrere öffentliche Ladestationen installieren.“ Das klar definierte Ziel von In(n) Energie: „Wir sehen uns als Vorreiter und zukünftige Nummer 1 beim Thema Elektromobilität in unserer ländlichen Region“, so Herr Frixeder.
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